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Im Nördlinger Ries und seiner Umgebung fallen dem aufmerksamen Besucher ungewöhnliche

 

Erscheinungen auf, die nicht in das Bild der kontinuierlich und über Jahrmillionen hinweg gewachsenen Landschaft der Alb passen: Abgesehen von der kreisrunden, kraterähnlichen Form des Rieskessels, tief eingesenkt in den Albkörper und erfüllt mit jungen Seebildungen,

ist dies das Zutagetreten von alten Kristallingesteinen wie Graniten und Gneisen inner- und außerhalb des Kraters (8). Sie liegen hier auf und neben Sedimentgesteinen, die nahezu

300 Millionen Jahre jünger sind. Erst in 700 m Tiefe - unter den Sedimentgesteinen - wären derartige Kristallingesteine zu erwarten. In bestimmten Gesteinen, die man als Suevit (= „Schwabenstein") bezeichnet hat, erscheint das Kristallin in stark verändertem, teilweise sogar

aufgeschmolzenem Zustand und ähnelt dann einem vulkanischen Tuff mit glasigen Bestandteilen. Der Suevit wurde deshalb auch lange für ein vulkanisches Gestein gehalten.

Auch die Sedimentgesteine können als mehr oder weniger große Schollen (wenige Meter bis hunderte von Metern) vorkommen, die aus dem ehemaligen Schichtverband gerissen und zertrümmert sind (9,1O). In bestimmten, ebenfalls vorkommenden Breccien (bestehend aus eckigen Komponenten) ist Grundgebirgs- und Sedimentmaterial bis in feinste Korngrößen zerschlagen und, scheinbar regellos, bunt durchmengt (11). Diese Ries-Phänomene finden sich nicht nur im Ries-kessel, sondern auch in seinem Umland - dem Vorries - bis zu einer Entfernung von 40 km vom Kraterzentrum.

 

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